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Unsere Insekten. Wir müssen handeln!

Eine Studie der TU München stellte fest, dass Insekten immer weniger werden! Die Forscherin Claudia Erbar arbeitet am Heidelberger Centre for Organismal Studies (COS). Sie erklärt warum:

„Manche Gegenden in Deutschland haben bereits 75 Prozent des gesamten Insektenbestandes verloren! Laut Studien zufolge wären in 100 Jahren sämtliche Insekten ausgestorben … Aber dies darf nicht passieren!

Einige Gruppen werden überleben und vorher wird der Mensch aussterben! Das Sterben der Insekten kann als Anzeiger für die Zerstörung von Lebensräumen und Vergiftung der Böden sein … Dieses ist die Lebensgrundlage der Menschen! Die Blütenpflanzen sind auf die Insekten angewiesen, da sie wichtige Bestäuber sind! Claudia Erbar sagt, dass die Politik Neonicotinoide, das sind hochwirksame Insektizide, verbieten muss! Mit diesem Gift werden die Samen der Pflanzen behandelt und es breitet sich im ganzen Körper der Pflanze aus … Somit in die Pollenkörner und in den Nektar! Wenn Bestäuber diese aufnehmen, wirkt sich das auf ihr gesamtes kognitives Verhalten aus … Dies wird dann als „Insekten- Alzheimer“ bezeichnet! Dies führt dazu, dass Bienen ihren Bienenstock nicht mehr finden können oder dass die Kommunikation unter Artgenossen gestört wird, was durch den sogenannten „Schwänzeltanz“ gezeigt wird!

Nicht nur Insekten sind davon betroffen … Sondern unsere Vögel müssen auch darunter leiden! Studien haben bereits auch unter sämtlichen Vogelarten die gleiche Wirkung feststellen müssen! Es wird nur noch eine Frage der Zeit sein, bis wir Menschen im Körper die gefährlichen Stoffe anreichern und sich erste Wirkungen zeigen! Es ist nachgewiesen, das bis zu 90 Prozent der Neonicotinoide in den Boden gelangen und sich ausbreiten … Bereits erste Studien zur Halbwertszeit! Die hochwirksamen Insektizide sind bis zu vier Jahre nachweisbar! Der Kampf gegen das Insektensterben ist noch viel komplexer und jeder kann etwas dazu beitragen …
Seinen Balkon oder Garten insektenfreundlich gestalten, indem auf gefüllte Pflanzen verzichtet wird! Regional, saisonal und wenn möglich, aus ökologischem – oder zumindest integriertem – Anbau einkaufen und selbst kochen! Hilft das alles gegen das Insektensterben? Auf jeden Fall! Die industriell hergestellten, verzehrfertigen Lebensmittel sind stark pestizid- und insektizidbelastet … China ist deutlich führend!

Diana Kehrer, Landesvorsitzende der „Aktion Partei für Tierschutz – DAS ORIGINAL – TIERSCHUTZ hier!“ in Schleswig – Holstein hierzu:

„Grünflächen müssen konsequent erhalten bleiben. Sämtliche Rasenflächen, die kein Unkraut enthalten dürfen, sind zwar grün, aber ökologisch gesehen eine Wüste! In allen städtischen Parkanlagen sollten viel mehr heimische Sträucher, wie zum Beispiel Kornelkirsche, Holunder und Weißdorn, angepflanzt werden! Das Bewusstsein der Gesellschaft muss geschärft werden und dies gilt mitunter für unsere Biologie- Studierenden! Leider tragen auch nicht alle Biologie- Lehrer darüber die Kenntnisse und müssen sich diese erarbeiten! Nur so können wir unsere kleinen Insekten- Freunde und alle gefiederten Naturbewohner schützen!“

Foto: Symbolbild

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